Yvonne Ammar - Psychotherapeutische Praxis für Integrative Therapie in 1220 Wien

In meiner Praxis stehen mir neben meiner Fähigkeit als Therapeutin mit Menschen gut in Kontakt und Begegnung zu kommen eine Reihe unterschiedlicher Methoden, Techniken und Ansätze zur Verfügung. Im Zusammenspiel mit Bewegung sowie dem Einsatz kreativer Medien, Gespräche und vielem mehr werden sie zu einer wirkungsvollen und individuellen Therapie ergänzt, die sich vollständig Ihren Bedürfnissen und Zielen widmet.

Das moderne Verfahren Integrative Therapie hat lange erprobte und bewährte Ansätzen der Psychotherapie verschiedener Schulen integriert und weist damit eine verbesserte, tiefergehende und auch effizientere Arbeitsweise vor. Sie blickt in die Vergangenheit zurück, damit lassen sich Probleme in der Gegenwart lösen und neue Schritte für die Zukunft entwickeln.

Aufgrund meiner Erfahrung bin ich in der Lage, alle mir zur Verfügung stehenden Methoden und Techniken gewinnbringend einzusetzen und mit speziellen Übungen und Trainings neue Verhaltensmuster aufzuzeigen. Leib- und Bewegungstherapeutische Interventionen, Selbstsicherheitstraining, familiendynamische Exploration und gestalttherapeutische Interventionen sind einige der Werkzeuge, die mir zur Verfügung stehen.

 

Zu meiner Arbeitsweise zählen folgende Methoden und Techniken:

  • Integrative Therapie
  • Bewegungstherapeutische Intervention
  • Leib- und Körpertherapie
  • Kreative Medien und Techniken
  • Gesprächstherapeutische Interventionen
  • Verhaltenstherapeutische Interventionen
  • Entspannungstraining
  • Gestalttherapeutische Interventionen
  • Psychodrama
  • Szenisches Arbeiten/therapeutisches Theater
  • Psycho- und Soziodrama
  • Familiendynamische Exploration
  • Wahrnehmung und Bewusstsein
  • Systemische Interventionen
  • Generationenarbeit
  • Elemente aus dem Bauchtanz, Qi Gong Dancing - Long Ping (Bär, Kranich, Löwe, Schlange), u.v.m.

Ich freue mich darauf, weitere Details zu meiner Arbeitsweise mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch zu erörtern. Senden Sie mir eine unverbindliche Anfrage!

 

 

Als ausgebildete Integrative Psychotherapeutin arbeite ich in erster Linie prozessual mit und an Ihren Themen.

Ich beachte die Prinzipien des Geschehenlassens, Wirkenlassens und Handelns und zwar in dieser Reihenfolge. Unter bestimmten Voraussetzungen arbeite ich in Krisen stützend, strukturierend oder grenzziehend. Hierfür verwende ich kreative Medien, Rollenspiele, Körperbildern, Rollentausch, arbeite mit dem leeren Stuhl, u.s.w.

Ich bemühe mich in Ihrem Prozess im Moment zu sein, den Augenblick gewahr zu nehmen und eine Szene auf die andere folgen zu lassen. Ein Wort kann einem anderen folgen, Gefühle lassen auch weitere Gefühle hervorrufen, wie auch eine emotionale Berührung zur anderen führen kann. Das Wahrgenommene wird mitgeteilt, und wir versuchen eine Übereinkunft über das gemeinsam Erlebte zu treffen. Relevante Phänomene werden prägnant und können gemeinsam geklärt und ansatzweise interpretiert werden. Erlebtes wird im Hier und Jetzt wichtig und wirkt auf die Vergangenheit zurück, wirkt aber unmittelbar in die Zukunft hinein. Im Prozess wird auch das Leibgedächtnis angesprochen, so dass Szenen und Szenenfolgen, Bilder, Atmosphären, Worte und Sätze mit den damit verbundenen leiblichen Phänomenen frei gegeben werden. Durch das Einlassen auf Haltungen, Gesten, Atmosphären werden durch die bevorzugte Arbeitsweise der holographischen Evokation verleiblichte Beziehungsstrukturen – auch Narrative oder Narrationen – (erzählte und erlebte Geschichte) aus der Erinnerung hervorgeholt, wahrgenommen, erfasst, verstanden und ausgetauscht.

Ich konzentriere mich bei der Arbeit mit Ihnen auf das Wahrnehmen, Beschreiben, Erfassen, Verstehen von Abläufen und Quantitäten im Hier und Jetzt. In gemeinschaftlicher Auseinandersetzung (in Ko-Respondenz) mit Ihnen übernehme ich die Aufgabe, ihnen bewusste und unbewusste lebensbestimmende und belastende wie auch ressourcenorientierte Ereignisse und Strukturen Ihrer Biographie zu fokussieren und Ihnen die Wichtigkeit in Ihrem Gewordensein und Ihrer Entwicklung und Lebensführung erfahrbar zu machen. Alte Beziehungsmuster sollen distanzierungsfähig werden und dort „wo Übertragung war, soll Beziehung werden“.

In meiner Arbeit bediene ich mich verschiedener therapeutischer Konzepte, u.a. des Vierphasenprozesses. Wobei ich in der Initialphase versuche, das Vertrauen zu Ihnen aufzubauen, und Sie anrege den Moment wahrzunehmen um archivierte Ereignisse zu beleben und damit den Zugang zu alten Erinnerungen zu ermöglichen. Die Aktionsphase stellt die Möglichkeit für ein Wiederholen und ein Durchagieren alter emotionaler Szenen dar. Das leibliche erfahren und erinnern ermöglicht es auch kognitiv zu verstehen. Damit kann diese Erfahrung in den Kontext, also in ihren Erfahrungshintergrund eingeordnet werden. Ziel der Integrationsphase ist, dem Erlebten einen Sinn und eine neue Bedeutung zu ermöglichen. Durch eine neue Bedeutung kann eine andere Bewertung erfolgen und im Sinne einer Neuorientierung (4. Phase) in Zukunft anders handgehabt werden.

In der Praxis können Ihre Prozesse konfliktzentriert, aufdeckend, stützend, sichernd, lindernd und entlastend gestaltet werden. Sie können aber auch erlebniszentriert, stimulierend mit kreativen Medien, Methoden, wie der Integrativen Bewegungstherapie, übungszentriert, funktional durch Entspannungsmethoden, körpertherapeutische Übungen sein oder netzwerkaktivierend, damit krankmachende Netzwerke saniert werden können und neue Erfahrung altes Leid ersetzen kann. Hier gibt es dank der großen Praxeologie der Integrativen Therapie ein großes Repertoire an Möglichkeiten.

 

Das Ziel der Depressionsbehandlung durch die Methode Integrative Bewegungstherapie:

Bei der Depressionsbehandlung in meiner Praxis ist mir wichtig, dass Sie lernen, schon kleine Unterschiede in der Wahrnehmung (angenehm, unangenehm) zu beachten. Ebenso ist wichtig, die Wahrnehmung vom negativen Kreisen der Gedanken hin zur Körperwahrnehmung und zur Wahrnehmung der aktuellen Situation sowie die Aufmerksamkeit auf die Ressourcen und damit die Selbstwirksamkeit zu lenken. Die eigenen Möglichkeiten in den aktuellen Situationen sollen transparent gemacht werden, um auf das Leben Einfluss nehmen zu können.

Das Befinden wird in Richtung Wohlgefühl und Genuss bei gleichzeitigem Akzeptieren negativer Gefühle (im Sinne eines sowohl – als auch) bewusstgemacht. Aktivitäten, die Freude und Zufriedenheit zur Folge haben, werden gefördert.

Eine achtsame und wohlwollende Beziehung zum eigenen Körper wird aufgebaut. Neben dem Ausdrucksvermögen sind auch der Gang eines Menschen, der Muskeltonus und das eingeschränkte Atemmuster, die in der Gestik und Mimik sichtbar werden, in die Behandlung mit einzubeziehen. Die schlaffe Haltung bei chronifizierten Depressionen zeigt deutliche Fehlhaltungen, Verspannungs­schmerzen und Abnutzungserscheinungen von Gelenken oder Bandscheiben, welche durch entsprechende Übungen und Bewegung wieder in Bewegung kommen. Die Haltung wird dadurch verbessert und der Ausdruck gefördert.

Zur Stärkung des Selbstwertes und des Miteinander wird die Gleichberechtigung in der Therapiegestaltung gefördert. Eine konstruktive Kommunikation in der Therapiebeziehung mit dem Therapeuten und mit anderen Menschen wird gestärkt. Ich empfehle auch den Besuch von Selbsthilfegruppen oder meiner Depressionsgruppe.

Sozial verträgliche Selbstbehauptungen („ich und du“, anstatt „ich oder du“) werden erprobt. Patientinnen lernen, die eigenen Maßstäbe, Bewertungsmuster, Verbote und Selbstverständnisse zu korrigieren. Anstatt sich selbst abzuwerten und zu überfordern, erleben sie Selbstfürsorge. So wird in der Therapie bewusst gemacht, dass Selbstfürsorge besser als Selbstabwertung ist. Ein Verständnis für depressive Mechanismen und der Umgang damit werden gelernt.

Die starke Einbeziehung des Leibes und kreativer Elemente sowie die Ausrichtung auf Förderung von Potentialen, ohne dass immer intensive Therapieprozesse eingeleitet werden müssen, bietet die Möglichkeit, das Erleben und Erfahren unmittelbar in eigener Praxis zu integrieren.

 

Welche Wege führen zur Heilung von Depressionen?

Der erste Weg der Heilung: Einsicht, Bewusstseinsbildung

Menschen mit Depressionen zeigen in ihrem Krankheitsverlauf einen sich wiederholenden, oft unbewussten negativen Denkprozess. Sie grübeln und denken immer wieder über das Gleiche nach und verstricken sich in Negativem. Der erste Weg der Heilung geht über die Einsicht, über kognitive Regulation, als Weg, sich selbst zu verstehen, sich selbst wahrzunehmen. Krankmachende Denkmuster werden durch Mehrperspektivität bewusst gemacht und aufgelöst. Durch Perspektivenwechsel und Austausch mit anderen Menschen, wie Therapeutinnen oder mit Gruppenmitgliedern, sollen die eigenen Muster des Denkens und Fühlens bewusst und erfahrbar gemacht werden. Dieser Weg kann Selbsterkenntnisprozesse einleiten und Selbstverständnis für sich selbst ermöglichen, erfordert aber Distanz zum depressiven Erleben. Daher wird in der Behandlung mit dem zweiten und dritten Weg, also mit Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung, begonnen, wobei aber der erste Weg immer mitläuft.

Eine Distanz zum depressiven Erleben wird mittels Übungen, wie auf eigene Empfindungen zu achten oder Körpersignale als Hinweise für Bedürfnisse sehen zu lernen, gefördert. Übungen, wie den Weg zum Ziel darstellen (z.B. mit Seilen), oder die Übung, einen Schritt vorwärts und rückwärts gehen zu können, sind ebenfalls förderlich. Zum Erleben der eigenen Überforderung wird ein Berg von Aufgaben vor sich gestellt und versucht, damit umzugehen. Schweres und Belastendes kann genauso dargestellt werden wie auch ein „Grübelkreis“ im Rahmen verschiedener Experimente. Durch Imaginieren, also durch Vorstellung, wird das Schwere dargestellt, und durch Farbbewegungen, Bilder, Figuren und Rückmeldung wird die Erfahrung dazu verändert. Als Bronzestatue, die das Schwere symbolisiert, versuche ich, nach vorne zu gehen, mich zu bücken, mich zu setzten. Weiters kann durch einen Sandsack die Schwere im Leben auf den Arm, die Schulter, den Rücken genommen und die Unhandlichkeit gefühlt und tatsächlich getragen werden.

Auf diesem Weg der Heilung wird konfliktzentriert durch körpersprachliches Darstellen (Skulpturieren), Experimentieren, Phantasietraining und Imagination sowie mit Rollenspielen oder dem leeren Stuhl gearbeitet.

Beispiel:

  • Wahrnehmen des eigenen Bewegungsmusters beim Gehen. Es fällt auf, dass der Patient nur die Außenseite des Fußes anstatt den ganzen Fuß belastet.
  • Erfassen, dass innen kein Halt vorhanden ist und damit große Unsicherheit besteht, Bezug zur Suizidalität.
  • Verstehen, dass durch Fehlen der inneren Sicherheit und inneren Beistände Labilität besteht und sich auch leiblich zeigt.
  • Durch Erklären wird prägnant, dass durch das Fehlen der Mutter von frühester Kindheit an (häufiges Wechseln von Bezugspersonen) die mentalisierte innere Sicherheit fehlt. Durch Kontaktaufnahme mit der Therapeutin kann Begegnung und in Folge auch Beziehung und Bindung entstehen und so können neue positive Erfahrungen gemacht werden.

 

Der zweite Weg der Heilung: Nach- und Neusozialisation, Grundvertrauen

Dieser Weg soll die Emotionalität regulieren. Es geht um Erfahrungen, sich zugehörig zu fühlen, Liebe zu spüren und zu geben, sich selbst zum Freund werden. In der Nach- und Neusozialisation wird ein Feld für gute Interaktionen bereitgestellt. Durch das Erleben neuer unterschiedlicher Szenen und Atmosphären können eigene emotionale Stile wahrgenommen und erweitert werden. Emotionale Neubewertung, Selbstwert, Coping und Resilienz werden gefördert. Dies erfolgt durch das Erleben von Zwischenleiblichkeit, durch Körperdialoge, Blickkontakte, das passende Setting, längerfristige Einzel- und Gruppentherapie als Beispiel für eine körperorientierte Depressionsbehandlung, weiters sind Netzwerkarbeit, Empathie und Fürsorge von seitens der Gruppe und/oder des Therapeuten förderlich. Allerdings ist die depressive Verfassung durch Rückzug geprägt. Dieses erschwert es, neue korrigierende Erfahrungen zu machen.

Wissenschaftlich wird die Haltung so erklärt, dass durch die Alarmbereitschaft der Amygdala und dem rechten präfrontalen Cortex der Mensch quasi in ständiger chronischer Alarmierung steht. Daher sollte in jedem Fall diese Beziehungsarbeit über das therapeutische Setting hinausgehen, also in den Alltag integriert werden, damit neue neuronale Verbindungen möglich werden.

Beispiel anhand des Interaktionstrainings:

  • Nonverbal den Kontakt mit anderen aufnehmen.
  • Gehen, vorbeigehen, Blickkontakt mit anderen aufnehmen
  • Hände drücken und sich gegenseitig berühren.
  • Den Blickkontakt durch den Raum auf Distanz aufnehmen, aufeinander zugehen und den Blickkontakt halten, bis zwei Personen sich Gesicht an Gesicht gegenüber stehen.

 

Der Dritte Weg der Heilung: Erlebnis- und Ressourcenaktivierung, Förderung des Erlebnisses und des Ausdruckes

Das gezielte Einbeziehen des Alltagslebens als Experimentier- und Übungsfeld soll die Entwicklung neuer funktionaler Lebensstile fördern. Dieser Weg ist bei der Behandlung von Depressionen meist der gangbarste Weg, da es der einfachste ist in Kontakt zu kommen, und dieser eine erste Stimmungsaufhellung möglich macht. Gemeinsames Spielen, Tanzen, Kämpfen, oder Gefühle in Körperhaltung und Bewegung auszudrücken, Gefühle spielen, die Schwere und das Leichte darstellen, sich verschließen, sich öffnen und in Bewegung umsetzen, das wird in diesem Weg geübt. Ebenso werden Wohlfühlorte eingerichtet. Nach Petzold (1996) können folgende Übungen umgesetzt werden, die im Einzel- und im Gruppensetting erfolgen können:

  • Auf ein reales oder imaginäres Ziel zugehen.
  • Gehen mit einer realen oder imaginären Last auf den Schultern oder auf dem Kopf, auf dem Arm.
  • Freudiges Gehen, müdes Gehen, zorniges Gehen, gemeinsames Gehen.
  • Gestimmtheit im Gehen wahrnehmen. Gefühle durch Gestik, Mimik und Bewegung zum Ausdruck bringen. Gefühle, individuelle Gesten der Trauer, der Freude und des Zorns zu zeigen und auszudrücken.
  • Dem Ja des einen ein Nein
  • Geh weg, mit einer Abwehr­bewegung der Hände rufen.
  • Der Traurigkeit oder der Wut eine Stimme geben.
  • Durch Tanz den Gefühlen von Wut, Zorn, Traurigkeit, Hilflosigkeit, etc. einen Ausdruck geben.

 

Der vierte Weg: Solidarität

In diesem Weg werden die sozialen Kompetenzen gefördert und die Hilflosigkeit wird abgebaut. Vor allem in der Gruppe wird durch das Interesse anderer Menschen, durch das Erleben von Empathie, Interesse, die Bereitschaft zur Auseinandersetzung und zum Aushandeln von Lösungen geübt.

Beispiele für den vierten Weg der Heilung:

  • Es kann gemeinsam ein Wohlfühlort gebaut werden.
  • Durch das Arbeiten mit Seilen können Verbindungen aufgebaut und Kontakte mit den Seilen geknüpft werden.
  • Durch das Tauziehen kann das gemeinsame Ziehen an einem Strang simuliert werden.
  • Es können Interessensgruppen gebildet werden, die mittels Decken und Seilen, etc. verbunden sind oder ein eigener Standpunkt beziehungsweise ein anderer Standpunkt eingenommen werden.
  • Beim Sozialen Atom in der Gruppenaufstellung werden die einzelnen Teilnehmer aufgestellt, um die unterschiedlichen Beziehungen untereinander sichtbar zu machen. Dies kann natürlich auch im Einzelsetting zum Verdeutlichen äußerer Ressourcen erfolgen.

Psychotherapeutische Praxis Yvonne Ammar in 1220 Wien